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Gera fährt E-Mobil: Aktionstag mit weit über 100 Besuchern

Breites Interesse bestärkt die Stadt: Projekt E-Mobilität wird konsequent weiter verwirklicht

Gera fährt E-Mobil: Jede Menge Elektroautos zum Anfassen und Ausprobieren gab es am Aktionstag rund um die Elektromobilität, den die Otto-Dix-Stadt und die Stadtwerke Gera für die Bürgerinnen und Bürger im GVB-Betriebshof in der Zoitzbergstraße 3 organisiert hatten. Weit über 100 Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich an Ort und Stelle über die Fahrzeuge der Zukunft kundig zu machen. Das Interesse und die Neugier waren sehr groß. Und auch prominente Gäste von Stadt und Land kamen und gaben viele Informationen darüber, wie es mit der E-Mobilität in Gera künftig weitergeht. Wermutstropfen: Gerade einen Tag zuvor entschied die Bundesregierung, dass Mitteldeutschland und so auch Gera nicht in den Genuss der Bundesförderung im Rahmen des Projektes „Schaufenster Elektromobilität“ kommen sollen. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm, Bundestagsabgeordneter Carsten Schneider und weitere Gäste äußerten sich enttäuscht über die Entscheidung. Carsten Schneider sprach von einem großen Fehler und lobte Gera, das einen exzellenten Antrag auf den Weg gebracht habe und eine Vorreiterrolle spiele. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm ist optimistisch, dass Gera vielleicht doch noch die Förderung erhalte. „Unser Vorhaben E-Mobilität mit dem Gedanken eines Flottenmanagements existierte als Idee schon lange vor der Energiewende der Bundesregierung. Die Förderung hätten wir gut gebrauchen können, um schneller voranzukommen. Deshalb haben wir auch sofort reagiert und uns für das Vorhaben beworben. Aber auch ohne die Förderung wollen wir konsequent weiter an unserem Projekt festhalten und an seiner Realisierung arbeiten. Das ist die Zukunft und wird Gera weiter voranbringen“, so der OB.

Nachdem Dr. Vornehm als Erster eine Probefahrt mit einem Elektroauto über den Betriebshof unternahm, folgten sehr viele Besucher. Sie informierten sich bei den Vertretern von vier Geraer Autohäusern, vier weiteren Ausstellern aus Ostthüringen und Händlern aus Hamburg und Gütersloh unter anderem zu Steuerungssystemen, Ladesystemen und dem neuesten Stand der Technik. „Großes Lob den Veranstaltern. Wir müssen nicht weit zu einer Messe fahren, sondern können uns hier vor Ort informieren. Schade, dass es mit der Förderung nicht klappt. Die Stadt soll auf alle Fälle dran bleiben“, so Regina Karell und Rainer Bachmann, die sich gemeinsam zum Aktionstag umschauten. Lebhaftes Interesse auch bei den Geraern Frank Höhne und Eberhard Tölke. „Wir interessieren uns, wie die Entwicklung weitergeht. Für Sehbehinderte könnten die geräuscharmen Autos eine Gefahr darstellen. Da müsste noch etwas zur Akustik, zur besseren Wahrnehmung der Fahrzeuge, getan werden“, stellt Eberhard Tölke fest. Fazit der Veranstaltung: Das Interesse ist groß, Gera bleibt dran.


Schaufenster E-Mobilität

Thüringen bewirbt sich gemeinsam mit Sachsen-Anhalt um eine Bundesförderung als „Schaufenster Elektromobilität Mitteldeutschland“. In diesem Schaufenster sollen elektromobile Technologien und Lösungen entwickelt und im Alltag getestet werden. Die Bundesregierung fördert drei bis fünf derartige Projekte ab dem kommenden Jahr mit insgesamt 180 Millionen Euro.  Der Bund wird voraussichtlich im April 2012 über die Auswahl der Schaufenster entscheiden. An der Bewerbung sind die Kommunen Gera, Erfurt, Weimar, Jena, Magdeburg und Halle/Saale beteiligt. Koordinator für das künftige „Schaufenster Elektromobilität Mitteldeutschland“ ist die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA).

Mehr zur Elektromobilität in Mitteldeutschland erfahren Sie hier

Schaufenster Elektromobilität: Die Stadt Gera ist dabei

Die Otto-Dix-Stadt Gera beteiligt sich mit dem Teilprojekt „Flottenmanagement Stadt Gera“  am Projekt „Schaufenster Elektromobilität Mitteldeutschland/ Thüringen“. Damit unterstützt die Stadt gemeinsam mit rund 100 Projektpartnern die gemeinsame Bewerbung Thüringens und Sachsen-Anhalts um eine Bundesförderung. Erhält Thüringen den Zuschlag, sind die Gestaltungsmöglichkeiten vielfältig. „Unser Ziel ist es", so Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm, "Leistungen in Sachen Mobilität in Form eines Flottenmanagements in der Stadt zu bündeln, Synergien auszunutzen und Kosten zu sparen. Dabei sollen auch die städtischen Beteiligungsunternehmen einbezogen werden. Als nächsten Schritt planen wir einen zentralen Fuhrpark auf E-Basis für die breite Bürgerschaft, private Unternehmen und andere Interessenten.“

Das Projekt will die Fahrleistungen der Stadtverwaltung sowie der 13 Unternehmen und Einrichtungen mit städtischer Beteiligung bündeln und die Fahrzeuge durch das künftige Fuhrpark-Management effektiv auslasten. Das heißt: Weniger Fahrzeuge und dafür teilweise auf Elektroenergie umgestellte Autos. Entsprechende Förderung aus dem Schaufenster vorausgesetzt, sollen in den Jahren 2013 bis 2015 zirka 30 Elektroautos angeschafft werden. Das bedeutet, die Voraussetzungen für das Laden zu schaffen. Dazu ist eine Informations- und Kommunikationstechnologie-Plattform notwendig, mit deren Hilfe notwendige Prozesse gesteuert und umgesetzt werden. Die Plattform soll auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nutzbar sein. Um die Fahrzeugflotte optimal auszulasten, ist geplant, neue, nutzerorientierte Mobilitätsmodelle zu erforschen und umzusetzen. Ziel: umweltfreundliche Mobilität verkaufen.